MobileIron partnert mit PC-Riesen Lenovo

© lassedesignen - Fotolia.com

© lassedesignen – Fotolia.com

Das kalifornische Unternehmen MobileIron ist seit Jahren ein Trendsetter bei der sicheren Verwaltung von digitalen Endgeräten. Eine Partnerschaft mit Lenovo und eine eigene Internet-of-Things-Division zeigen einmal mehr, wie man die technologische Führerschaft auch vertrieblich umsetzt.

Der Siegeszug der Smartphones und Tablet-PCs brachte viele kleine innovative Hersteller von System-Plattformen hervor, die die Geräte, auf denen unterschiedliche mobile Betriebssysteme (iOS, Android, Windows) laufen, gemeinsam verwalten und absichern. Das Ganze nannte sich zunächst Mobile Device Management (MDM), später dann Enterprise Mobility Management (EMM). In den letzten Jahren wurden dann praktisch alle marktrelevanten MDM- beziehungsweise EMM-Hersteller von IT-Schwergewichten übernommen. Als einziger relevanter Spieler ist MobileIron bis heute unabhängig geblieben. Die Kalifornier setzen auf starke Partner, die ihre EMM-Software als Systemintegratoren, Hosting- oder SaaS-Services vertreiben. In den USA sind das beispielsweise Verizon Communications Inc. und AT&T Inc., in der Schweiz Swisscom und in Deutschland die Deutsche Telekom AG. Im Jahr 2016 hat MobileIron 90 Prozent seiner Software-Verkäufe über solche großen, aber auch viele kleine Reseller gemacht.

Darüber hinaus hat sich das Unternehmen bei der gemeinsamen Verwaltung von traditionellen Desktop- und Laptop-PC zusammen mit Smartphones und Tablet-PCs unter einer zentralen EMM-Konsole einen soliden technologischen Vorsprung verschafft. Betriebssysteme wie MacOS Sierra, vor allem aber Windows 10, gehen mittlerweile in diese Richtung und machen im Zusammenspiel mit einer dafür geeigneten EMM-Konsole erhebliche Kosteneinsparungen möglich. Der Grund: EMM-Systeme erfordern im Vergleich zu „System-Image-belasteten“ Alt-Betriebssystemen deutlich weniger IT-Interaktionen.

Die Richtung der technologischen Ausrichtung stimmt also, Windows 10 und MacOS Sierra sind dafür Beleg genug. Aber auch das Reseller-Modell von MobileIron scheint immer besser zu greifen. Die in der letzten Woche verkündete globale Partnerschaft mit dem chinesischen PC-Riesen Lenovo deutet das an. Künftig wird das Software-Portfolio, das Lenovo seinen Unternehmenskunden anbietet, neben der schon 2016 etablierten Unifed Workspace Cloud (für alle im Unternehmen verwendeten Anwendungen) auch die Enterprise Mobility Management-Software von MobileIron zur Sicherung beliebiger Endpoints (traditionelle PC, Smartphones und Tablet-PCs) umfassen. Der Paradigmenwechsel hin zu EMM hat erst begonnen, dürfte sich aber in den nächsten Jahren enorm beschleunigen und immer mehr Endpoints einbeziehen. Stichwort ist hier „Internet of Things“ (IoT). Was Wunder, dass MobileIron vor einem Monat eine eigene IoT-Abteilung gegründet hat. Erste Produkte werden nicht lange auf sich warten lassen, die Expertise in Sachen „Unified Endpoint Management“ hat man ja.

Gastautor: Jürgen Höfling

Veröffentlicht in Allgemein, Internet of things, Mobile Device Management, Mobile Enterprise Management, Smartphones, Tablet-PC Getagged mit: , , , , , ,