Arbeit und Aufgabe des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI steht für die Überwachung, Konzipierung und Beratung von Sicherheitsfragen rund um die Speicherung, den Austausch und der Anwendung von Daten. Dafür entwickeln, testen und erforschen speziell ausgebildete Fachleute Standards, mit denen der sichere Austausch und Speicherung von Daten gewährleistet werden kann.

Die sich deutlich abzeichnende Entwicklung alle Daten immer und überall verfügbar zu haben, insbesondere durch neue Geräte und Techniken wie Handys, PDAs oder WLAN werfen dabei immer neue Möglichkeiten, aber auch Risiken auf.

Sensible Daten werden somit immer schneller angreifbar, und schädliche Software wird sich absehbar auch auf mobile Geräte verbreiten.

Daher hat es sich das BSI zur Aufgabe gemacht, besonders in der immer stärker vertretenen Funktechnik die Mobile Security zu entwickeln. Dabei geht es um die Gewährleistung der Sicherheit bei der Übertragung von Daten. Diese sollen verlustfrei, schadfrei und ohne das unbefügte Abhören, Speichern oder Mitschneiden von Dritten erfolgen.

Besonders der Bereich WLAN hat hier einen primären Stellenwert eingenommen, da selbst in Firmen, Regierungs- und Geschäftsstellen sich der standardmäßige Gebrauch von WLAN abzeichnet.

Der Schlüssel als Erfolg
Der Einsatz der Kryptologie ist hier buchstäblich maßgebend und wird mathematisch und technisch soweit vorangetrieben, dass den Missbrauch von Daten innerhalb eines Systems von unbefugten Dritten nahezu unmöglich macht. Eine ganze Abteilung ist beim BSI nur mit diesem Thema beschäftigt. Gerade in der Funktechnik ist der Einsatz von Verschlüsselungen im wahrsten Sinne des Wortes der Schlüssel zur erfolgreichen und sicheren Datenübertragung geworden.

Die weitverbreitete elektronische Absicherung und Verbreitung von Daten innerhalb des Internets und der weltweiten Versendungen von Emails macht die Privat- und Geschäftswelt in hohem Maße abhängig von der Funktion und Kontinuität von Software, Hardware, Betriebssystemen und mobilen Endgeräten.

Standards, wie beispielsweise der DECT-Standard bei Telefon und Kommunikationsanlagen geben dabei bereits eine gewisse Sicherheit.

Aber auch Betriebssysteme und Netzwerke müssen durch Firewalls und andere Software und Hilfsmittel ausreichend geschützt werden, um Daten sicher zu stellen, schädliche Software wie Viren oder andere Schadprogramme fernzuhalten, und damit eine reibungslose Arbeitsweise sicherzustellen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eigens dafür Anlagen und Gerätschaften entwickelt, um Dienste, Prozesse und Datenübermittlungen hinreichend zu testen, insbesondere bei Verschlusssachen und Behördenpost. So kann das BSI in allen Fragen Herstellern, Entwicklern, Ingenieuren oder Verbrauchern jederzeit beratend und forschend zur Seite stehen.

Ebenso sind Mobilfunknetze, Bluetooth, Infrarotschnittstellen, aber auch schnurlose Eingabegeräte wie Funktastatur oder Maus mögliche Angriffspunkte einer unbefugten Ausspähung und daher mit sicherheitsrelevanten Verschlüsselungen zu versehen.

Achtung, Feind hört mit!
Zu bedenken ist auch, dass jederzeit ein Handy oder PDA zu einem Abhörgerät umfunktioniert und fremdgesteuert werden könnte, die Ortbarkeit des exakten Standortes eines funkbetriebenen Endgerätes ist bereits weitreichend publik.

Unlängst ist daher das Handy bei wichtigen behördlichen Besprechungen außerhalb des Konferenzraumes abzulegen.

Doch auch im Privatbereich muss die Informationstechnik, die Versendung von Daten, wie beispielsweise der Kurznachrichten oder SMS-Dienste gewährleistet sein. Der Grat der Überwachung und der Manipulation ist jedoch sehr schmal und muss daher fortlaufend angepasst werden.

Die Anonymität ist Schnee von gestern
Ein weiteres großes Thema stellt die Anonymität der Benutzer dar. Grundsätzlich hat jeder Verbraucher ein Recht auf Vertraulichkeit und Anonymität seiner Nutzdaten. Im Zwiespalt dazu stehen allerdings die immer reichhaltiger aufkommenden und gesicherten Daten über das Verhalten eines jeden Verbrauchers im Internet, im Mobilfunk und sonstigen datentechnischen Gerätschaften.

Damit lassen sich großflächig Nutzer überwachen, Anrufe speichern, Netzwerk und Internetseitenprotokolle (ISP) ausspähen und machen den Nutzer in hohem Maße angreifbar.

BSI für Bürger
Das BSI betreibt neben seiner Internet-Website www.bsi.de auch die Site www.bsi-fuer-buerger.de, ein Sicherheitsportal, welches sich in erster Linie an unerfahrene Internet-Nutzer richtet.

Hier findet sich auch ein interessanter Artikel zum Thema Mobile Security:
Wie sicher sind Smartphones?

Sicherheitsrisiken und Schutzmaßnahmen bei der Nutzung von mobilen Endgeräten“.

 

 

Veröffentlicht in Betriebssysteme, Security Getagged mit: , , ,