Android Lollipop: der große Umbruch

Android lollipop

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Cupcake, Donut, Eclair, Gingerbread, Ice Cream Sandwich – was zunächst wie die Warenliste eines Konditors klingt, ist in Wirklichkeit ein Auszug aus der Geschichte des Betriebssystems Android. Mit dem neusten Sprössling aus der Serie – 5.0 Lollipop – bleibt sich Google zumindest bei der Namenswahl treu. Vieles hat sich hingegen geändert mit der neusten Version des beliebten Betriebssystems aus dem Hause Google. Neue Designrichtlinien, Programmierschnittstellen und Visualisierungen sollen das aktuelle Android-System leistungsstärker, wandelbarer und benutzerfreundlicher machen. Von den Erneuerungen profitieren nicht alle Nutzer eines Smartphones mit dem Betriebssystem. Für die Umstellung sind in erster Linie die Hersteller in der Pflicht.

Neue Benutzeroberfläche

Die auffälligste Veränderung im Zuge des neuen Androids ist die Benutzeroberfläche. Sie erfährt die tiefgreifendste Überarbeitung bei einem Update überhaupt. Das User Interface, kurz UI, basiert fortan auf dem Material Design. Dahinter verbirgt sich ein dreidimensionaler Ansatz, der die Verknüpfung von Google Diensten und Internetprogrammen enger stricken soll. Ganz uneigennützig sind die Amerikaner dabei nicht. Mit dem neuen Designstandard sollen Hersteller von Smartphone und Tablets davon abhalten, ein eigenes, individuelles UI zu verwenden.
Für die Anwender wäre das ein großer Vorteil. Sie könnten so ohne Probleme verschiedene Mobilgeräte verwenden, ohne sich an einer anderen Benutzeroberfläche gewöhnen zu müssen. Ferner profitieren sie auch von einer neuen Steuerung. Statt der bisher bekannten Zwei-Finger-Geste können viele Anwendungen durch Wisch-Gesten ausgeführt werden. Für den Nutzer dürften die neuen Animationen und Effekte eine weitere – optische – Erneuerung darstellen.

Das „Project Volta“

Smartphones sind energiehungrige Alleskönner, die nahezu täglich an die Steckdose müssen. Mit dem neuen „Project Volta“ möchte Google die mobilen Endgeräte zum energieeffizienter machen. Eine Vielzahl neuer Maßnahmen senken den Energieverbrauch spürbar. Durch eine niedrige CPU-Taktung oder eine automatischen Abschaltung von Hintergrund-Anwendungen soll der Akku bei Lollipop 5.0 deutlich länger halten. Zum Tragen kommt unter „Project Volta“ die neue Programmierschnittstelle JobScheduler API.
Über 5.000 dieser Schnittstellen wurden neu definiert, sie sollen in erster Linie bei der Entwicklung von Updates und neuen Apps Erleichterung bringen. Es ist die größte Zahl an neuen Schnittstellen, die im Zuge eines neuen Betriebssystems realisiert wurde.

Nutzbar auf allen Geräten

Mit Lollipop 5.0 möchte Google nicht nur die Bedienbarkeit deutlich vereinfachen, auch der Einsatz auf älteren Smartphones und Tablets soll nicht an der Performance scheitern. Es ist das große Ziel des Herstellers, Android 5.0 Lollipop zum meistgenutzten Betriebssystem auf mobilen Endgeräten zu machen.
Bei der Realisierung dieses Vorhabens ist Google auf die Mithilfe der Hersteller angewiesen. Während viele neue Geräte aus dem Sortiment von www.deinhandy.de bereits mit dem neuen Betriebssystem ausgestattet sind, müssen ältere Modell erst umgerüstet werden. Die System-Updates müssen von Samsung, LG und Co. auf die jeweiligen Modelle angepasst und dann in Umlauf gebracht werden. Nicht alle Länder werden dabei gleichzeitig bedient, auch bei den einzelnen Modellen gibt es Abweichungen. Besitzer eines Galaxy S4 und S5 durften sich bereits kurz nach dem Rollout freuen, für andere Geräte von Samsung ist ein Update auf 5.0 Lollipop in der zweiten Jahreshälfte geplant. Ähnlich sieht der Fahrplan auch bei anderen Herstellern aus.

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